Feld B · Förderprojekte & Energieaudit

Förderanträge für Energie- und CO₂-Maßnahmen in der Industrie

Für energieintensive Betriebe stehen in Österreich bis 2030 mehrere Milliarden Euro an Förderungen bereit. Ich finde das passende Programm, rechne das Vorhaben durch, schreibe den Antrag und begleite bis zum Zuschuss. Als gelisteter Energieauditor erstelle ich auch die energietechnischen Nachweise dazu.

Das Problem

Viele Effizienz- und Dekarbonisierungsmaßnahmen amortisieren sich nur mit Förderung. Das Risiko liegt dabei selten in der Technik, sondern im Verfahren: das falsche Programm, ein zu früh unterschriebener Auftrag, ein schwacher Zusätzlichkeits- oder THG-Nachweis. Jeder dieser Fehler kostet den Zuschuss, und rückwirkend gibt es nichts.

Die Programme

Für energieintensive Betriebe stehen mehrere Töpfe mit unterschiedlicher Logik bereit. Ein großer Teil davon wird über die KPC (Kommunalkredit Public Consulting) abgewickelt:

  • Transformation der Industrie (TdI): die große Investitionsschiene für die Umstellung weg von fossilen Energieträgern (Elektrifizierung, erneuerbare Prozesswärme, Wasserstoff). Kompetitiv, gereiht nach Euro je vermiedener Tonne CO₂.
  • KPC Energieeffizienz-Ausschreibung: für investive Effizienzmaßnahmen ab etwa 1 Mio. € (Abwärme, Wärmepumpen, Wärmerückgewinnung), gereiht nach Euro je eingesparter MWh.
  • FFG Energieforschung und aws Energie & Klima: für Forschung, Demonstration und industrienahe Pilotanlagen.

Wer die Logik der Programme kennt, reicht dort ein, wo das Vorhaben die besten Chancen hat.

Was ich liefere
  • Finden: das richtige Programm zum Vorhaben, oder die Auskunft, dass sich keine Einreichung lohnt.
  • Durchrechnen: Baseline, Einsparung, THG-Wirkung und Wirtschaftlichkeit. Nach diesen Zahlen wird der Antrag gereiht.
  • Schreiben & einreichen: den Antrag samt energietechnischer Nachweise, fristgerecht und förderkonform.
  • Begleiten: durch das Verfahren bis zur Zusage, auf Wunsch in die Umsetzung.

Die Reihenfolge zählt: erst das Vorhaben technisch und wirtschaftlich schärfen, dann den Förderweg wählen. Die teuerste Förderung ist die, für die ein Projekt verbogen wird.

Warum ich

Ich bin gelisteter Energieauditor, gelisteter Energieberater und zugelassener Unternehmensberater. Ich darf also die energietechnischen Audits und Nachweise erstellen, auf denen diese Anträge aufsetzen, und decke die betriebswirtschaftliche Seite mit ab. Ich bin unabhängig und sage Ihnen auch, wenn sich eine Einreichung nicht lohnt.

Für wen

Energieverantwortliche und Geschäftsführungen energieintensiver Betriebe, die eine konkrete Maßnahme vor sich haben (Prozessumstellung, Abwärmenutzung, Wärmepumpe, PV/Speicher) und vor der Bestellung wissen wollen, ob sie förderfähig ist.

Aktuell offene Fenster (Stand Juli 2026 — vor Antrag prüfen):

  • Transformation der Industrie (Investitions- + Transformationszuschuss): Antrag bis 17.09.2026
  • FFG Energieforschung: Einreichung bis 30.09.2026
  • KPC Energieeffizienz-Ausschreibung (2. Call 2026): Einreichung bis 12.10.2026
  • aws Energie & Klima: laufende Einreichung

Fristen und Konditionen ändern sich laufend; maßgeblich sind die aktuellen Ausschreibungsunterlagen der jeweiligen Abwicklungsstelle.


Das zweite Standbein: das Pflicht-Audit nach EEffG

Die Auditpflicht (§§ 42/43 EEffG, rollierend alle vier Jahre) nehme ich Ihnen als Energieauditor vollständig ab. Eine ehrliche Ansage dazu: Die offensichtlichen, rentablen Maßnahmen hat Ihr Team meist längst umgesetzt, große Neuentdeckungen verspreche ich Ihnen deshalb nicht. Der Wert liegt vielmehr in der Datenerhebung, denn sie dient zugleich als energietechnischer Nachweis für Förderanträge und als CO₂-/VSME-Datenbasis (siehe Ökobilanz & VSME).

Wo ich zu Hause bin: energieintensive Industrie (Halbleiter, Pharma/Reinraum, Produktion), mit Stationen bei Infineon, ams, Sovello, MSD und Beckman Coulter sowie als Lektor an der FH Wels.

Messung: Sie können nur sparen, was Sie messen

Manche Einsparpotenziale liegen unter der Messschwelle: nächtliche Grundlast, Lastprofile und Gleichzeitigkeiten, Teillast-Wirkungsgrade, Abwärme-Wechselwirkungen oder Druckluft-Leckagen über die Zeit. Ohne Sub-Metering bleiben sie unsichtbar, denn das interne Team fährt Produktion und keine Messkampagnen. Genau diese Datenebene baue ich auf, vom Messkonzept bis zur Auswertung, und die Daten nutzen Sie anschließend mehrfach: für die Maßnahme selbst, für den Förderantrag und für die CO₂-Bilanz.

Aktuell relevant: Rechenzentren ab 500 kW IT-Leistung trifft seit 2024 eine eigene Veröffentlichungspflicht (§ 72a EEffG). Mehr dazu in den Fachbeiträgen.

Eigenes Energieprojekt geplant? Photovoltaik, Batteriespeicher, Wasserstoff oder Sektorkopplung begleite ich als eigene Leistung, siehe Erneuerbare Energieprojekte.

Vor der ersten Bestellung

Wenn Sie eine konkrete Maßnahme vorhaben, klären wir am besten vor der ersten Bestellung, ob und wo sich eine Förderung lohnt. Für eine erste Einordnung reichen 15 Minuten.